Österreichische Agility Staatsmeisterschaft am 04./05.09.2010 beim VHV Hohenems in Vorarlberg

Wir hatten ja lange überlegt, ob wir uns die weite Reise antun sollen, aber dann haben wir einen Bus gemietet und sind gefahren.

Wir reisten schon am Freitag an, weil wir das Zelt aufstellen wollten und trainieren. Der Anfang war nicht so toll, weil wir ziemlich angekebbelt wurden, weil es (obwohl genügend freie Parkplätze vorhanden waren) nicht einmal zum Ausladen erwünscht war, dass wir auf den nahen Parkplatz einfuhren. Mit der Begründung: Das sagen alle, dass sie nur ausladen wollen. Tja, wir haben aber tatsächlich nur ausgeladen und haben nicht gelogen. Ts, ts, ts!

Die nächste „Überraschung“ war, dass die Zelte nur am Rand aufgestellt werden durften. Wir schmiegten uns in die hinterste Reihe an andere Zelte an, weil ansonsten kein Platz mehr frei war (außer das freie Fußballfeld). In Folge mussten wir mit unseren Hunden ziemliche große Bögen um die ganzen Zelte gehen, weil bei den Zelten dann mitunter etwas grantige Wauzln lagen, die es nicht akzeptieren wollten, dass jemand vorbeiging (schon gar nicht ein anderer Hund). Es war aber auch wirklich extrem eng und ich verstehe, dass da mancher Hund grantig wurde.

Und nun zur größten „Überraschung“: In der Nachbarschaft des Platzes, den der Verein ja eigens für die Staatsmeisterschaft organisiert hatte, war ein Schießplatz des Schweizer Heeres. Der Donga und der Toni ist so was ja vollkommen egal, aber der Claire leider nicht. Sie hatte Angst. Claire steht beim Agility zwar derartig im Trieb, dass sie trotzdem läuft, aber nicht so wie sonst. Außerdem ist es für mich echt schlimm, wenn Großmäulchen Angst hat. Also ließ ich die beiden Zwerge nur kurz die Geräte ausprobieren. In der Zwischenzeit hatten Reini und Pauli die Zelte aufgestellt und wir konnten in unser Quartier fahren. Claire war heilfroh, den Ort mit der andauernden Schießerei zu verlassen.

Da wir sehr müde waren und nach dem Koffer auspacken nicht mehr weit fahren wollten (Pauli und ich waren ja soo faul), krachten wir 9 mit unseren Hunden gleich ins nächste Lokal. Was soll ich sagen, es war ein 3 - Haubenlokal. - es war alles SPITZE, aber dann beim Zahlen..... huuiiiiii!

Am Samstag waren die Mannschaftsläufe mit folgenden Ergebnissen: HATZ Golden Girls (Gundi, Roxi, Bony und Emma) 27.Platz; HATZ Puppies (Cool, Claire, Toni und Quendy) 43.Platz; HATZ Let’s Fetz (Olli, Juju, Moni und Lele) 45.Platz. VON 61 MANNSCHAFTEN!

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Am Sonntag ging es dann mit den Einzelbewerben los.

TONI UND PAULI HABEN DEN 3.PLATZ BEI DEN SMALL ERKÄMPFT!!

Dies war wirklich eine besondere Leistung, sind ja nur ganze VIER Hunde bei den Small bei beiden Läufen durchgekommen (von 34 Startern). Wir sind fast geplatzt vor lauter Stolz auf die beiden! Claire und ich servierten 2xDIS. Das war nicht unser Tag.
Cool und Gabi erreichten bei den Medium den 10.Platz. Ja, das war richtig gut!
Emma und Carina erreichten in der Jugend Large den 5.Platz, mit Gundi erreichte sie in der Jugend Small auch den 5.Platz und mit Lele ereilte sie dasselbe Schicksal wie Claire und mich.
Was ganz lustig war: Beim Jumping waren die Hürden bei manchen Passagen derart eng gestellt, dass ich mit dem Popo immer wieder mal angestoßen bin. Am Video hört man sogar das „Klock“ „Klock“ „Klock“. Und was auch angenehm war: SA und SO war fast Funkstille bei den Nachbarn am Schießplatz. Ich war wegen Claire echt froh. Als Trösterchen habe ich für Claire eine Agilityleine gekauft.
Die Zusammenfassung des Wochenendes: Die Staatsmeisterschaft wurde super organisiert! Auch wenn uns nicht alles getaugt hat, Geschmäcker und Wünsche sind halt verschieden. Die Auswertungen kamen prompt und es wurde wirklich alles gut über die Bühne gebracht. Wir haben erkannt, dass wir alle keine Pfadfinder sind, am Sonntag sind wir sogar über die Schweiz zum Ort des Geschehens gefahren. Ein „Hundemensch“ (ich erwähne absichtlich nicht wer es war), hat einen Kretschsprung über Donga gemacht. Er kann froh sein, dass er es bei Donga gemacht hat, fast jeder andere Hund hätte zugebissen (und zwar da, wo's am meisten weh tut). Ich war selbst derart überrascht, dass ich nur einen Schreckenslaut von mir geben konnte und Donga hat sich auch erschrocken, aber dann war er schon in einer Tür verschwunden. Reini hat noch angebracht: „Das ist aber nicht gut“, genau weiß ich nicht mehr was er sagte, ich stand ein bissl unter Schock, wie unklug manche Hundeleute sich verhalten.
Im Großen und Ganzen war es ein klasse Wochenende mit Freunden. Am Samstag im großen Rudel, am Sonntag im kleinen, aber dafür mit Unterstützung von Alice, Horst, Roxi und Kimberly, obwohl sie selber gar nicht liefen.

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